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Aus dem Schulleben

Bericht über die Exkursion der Klasse Parantua

zur anatomischen Sammlung in Jena im Juni 2015

Als Herr Holl, der Leiter der Physiotherapieschule, uns vorschlug, wir könnten mit ihm nach Jena in eine anatomische Sammlung fahren und diese besichtigen, war die ganze Klasse begeistert. Wir machten uns sofort an die Organisation der Fahrt und entschieden uns, wir fahren lieber Auto als Bus, da dies günstiger war. Die benötigte sterile OP- Kleidung konnte eine Klassenkameradin für die ganze Klasse besorgen.

Am 23.06.2015 war es endlich soweit. Die Klasse traf sich um 10.30 Uhr vor der Sammlung in Jena mit Herrn Holl.

Zunächst besichtigten wir eine Ausstellung menschlicher Strukturen. Dort war von Extremitäten über Knochen, Organe und Nerven alles ausgestellt, was einen menschlichen Körper eben so ausmacht.

Herr Holl erklärte uns nicht nur, was und welche Strukturen in den einzelnen Vitrinen zu sehen waren, er bemühte sich auch, unsere teilweise sehr komplizierten Fragen zu beantworten. Besonders beeindruckend war der immer wieder angestellte Vergleich zwischen dem Aussehen eines pathologischen und eines physiologischen Organs. Die meiste Aufmerksamkeit galt jedoch den in Formalin eingelegten Siamesischen Zwillingen.

Der Höhepunkt der Exkursion lag aber nicht bei der Sammlung, wobei diese auch sehr effektiv für unser Vorstellungsvermögen war, sondern auf der Inspektion und Palpation der „echten“ Leichen. Wir zogen die sterilen Kittel und Handschuhe an, wobei man uns unsere Nervosität wohl deutlich anmerkte. Diese rührte daher, weil keiner von uns, ausgenommen Herr Holl, je zuvor avitales menschliches Gewebe berührt hatte. Zunächst war es zugegeben auch ein komisches Gefühl vor den schon sezierten Personen und Organen zu stehen. Doch es dauerte nicht lange und wir fingen an zu Palpieren, was das Zeug hielt.

Neben den „ganzen“ Körpern und der Vielzahl an verschiedenen Organen stand uns auch ein Muskelbein zur Verfügung. An diesem konnten wir nicht nur sehen, wo die Sehnen ansetzen und entspringen, sondern konnten auch die muskuläre Funktion nachahmen.

Dafür stand uns eine Stunde zur Verfügung, die aber doch zu schnell verging. Obwohl wir gute Bücher haben, die die Zusammenhänge gut darstellen, war sich die Klasse einig: „Für die Vorstellung und das Verständnis des menschlichen Körpers war diese Exkursion einfach Klasse!“ Dies stellte sich auch in dem Gespräch mit Christina am nächsten Tag raus.

Die Klasse Parantua ist begeistert und dankbar, dass Herr Holl uns diese Chance, die unter solchen Umständen einmalig ist, geboten hat.

Danke!

Parantua